Mehr als 100 Tage jung…

Interview mit Dennis Stolarski

Mehr als 100 Tage jung…

Mit Dir hat die SPD Gersthofen bisher ihren jüngsten Vorsitzenden. Jetzt bist Du schon mehr als 100 Tage im Amt. Warum bist Du ausgerechnet in die SPD eingetreten?

Ich bin der SPD beigetreten, als damals die Wahlergebnisse und Umfragen im Keller waren. Für die Politik habe ich mich schon wesentlich früher interessiert. Bereits in der Schule habe ich das Fach Politik und Zeitgeschichte besucht und war immer politisch neugierig. Lange fehlte bei mir der letzte Schritt, einer Partei beizutreten. Meine Idealen und Grundwerten sah ich in der SPD bestens

Aktiv für unsere Demokratie…

platziert. Als es dann der SPD nicht so gut ging und die Radikalen immer mehr an Stimmen gewannen, fällte ich für mich den Entschluss, nicht länger zuschauen zu wollen, sondern mich aktiv für unsere Demokratie einzusetzen.

Wie kam es dann zum Vorsitzenden der Gersthofer SPD und was sind deine Ziele?

Das ist eine gute Frage. Ich hatte nie vor, Vorsitzender der SPD Gersthofen zu werden. Als dann aber die bisherige Vorsitzende Janine Hendriks etwas kürzer treten wollte und sich die Chance ergab, den Ortsverein zu leiten, habe ich nicht lange überlegt. Es macht Spass und ist ein schönes Gefühl, in einem Team aktiv etwas gestalten und entwerfen zu können. Ich habe mir vorab ganz genau überlegt, was ich als Vorsitzender erreichen möchte. Ganz wichtig ist für mich, wieder mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger von der SPD Gersthofen zu überzeugen und auch die Zahl der aktiven sowie passiven Mitglieder zu erhöhen.

Außerdem ist mir die Zusammenarbeit mit unseren Mitgliederinnen und Mitgliedern, mit unserer Fraktion und dem Bürgermeister sehr wichtig.

Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Partei, Fraktion und Bürgermeister aus?

Das war eine der ersten Maßnahmen, die ich organisiert habe. Zu Beginn habe ich einzelne Gespräche sowohl mit den anderen Vorstandsmitgliedern, dem Fraktionsvorsitzenden Peter Schönfelder und den Stadträten der SPD sowie dem gemeinsamen Bürgermeister Micheal Wörle geführt. Wir stehen hier alle immer in sehr engem Austausch und vereinbaren von Zeit zu Zeit Gesprächstermine. Die Abstimmung und Kommunikation untereinander ist entscheidend, ansonsten bringt man nichts voran.

Von Vorteil ist auch, dass mein stellvertretender Vorsitzender Jakob Kraus, im Vorstand und im Stadtrat sehr engagiert ist. So ist er für mich ein verlässliches Bindeglied zwischen Vorstand und Fraktion.

Was war dein Highlight der ersten 100 Tage als Vorsitzender?

Nach der Wahl ging es schnell los mit dem Organisieren von Veranstaltungen. Neben dem Besuch des SPD-Bayern Vorsitzenden Florian von Brunn

Der Austausch ist wichtig

und der gemeinsamen Besichtigung unseres neuen Bahnhofs, war aber vor allem das Sommerfest mein großes Highlight. Nachdem ich noch nicht so lange bei der SPD dabei bin, war es mir eine große Freude, mich mit vielen Mitgliedern einmal in Ruhe austauschen zu können.

Besonders interessant waren hier die Gespräche und Erzählungen mit und von unseren älteren Genossinnen und Genossen.

Was empfiehlst Du jungen Leuten, die sich für Politik interessieren?

Egal ob jung oder alt, in unserem Ortsverein kann sich jeder engagieren. Das Wichtigste aber ist, warten Sie nicht so lange mit Ihrer Entscheidung wie ich. Gehen Sie einfach auf die Personen zu und fragen Sie alles, was Sie interessiert. Auch ich bin gerne jederzeit für Fragen da. Unsere Politik lebt vom Mitmachen, und wer nicht mitmacht sondern immer nur schimpft und meckert, kann auch nichts verändern oder bewahren. 

Interview: Josef Pröll

Dennis Stolarski ist mehr als 100 Tage Vorsitzender der SPD Gersthofen. Er ist 27 Jahre alt, verheiratet und hat bisher einen Sohn.