Unsere guten Vorsätze für 2020

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Gersthofen soll eine lebenswerte Heimat für alle bleiben. Das steht und fällt mit bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum. Es wird allerdings zunehmend schwerer, mit kleinem oder mittlerem Einkommen eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wir möchten, dass sich alle ein gutes Leben in unserer Stadt leisten können und niemand wegen steigender Mieten aus seinem Lebensumfeld verdrängt wird. Deshalb setzt sich die SPD Gersthofen für bezahlbaren Wohnraum ein.

Hierzu sollte Gersthofen eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gründen und aktiv öffentlich geförderten Wohnraum anbieten. Zum Wohle der Bürger sollte zudem bei künftiger Ausweisung weiterer Baugebiete die Grundstücksvergabe nach Einheimischen-Modell und sozialen Kriterien erfolgen.

Weiter muss sich die Wohnbebauung an den sich wandelnden Bedürfnissen ausgerichtet werden. Immer mehr Menschen leben in kleinen Haushalten. Dafür braucht es auch kleine Wohnungen. Auch barrierefreie und altersgerechte Wohnungen sind wichtig. Wohnprojekte wie Mehrgenerationenwohnen, sowie Studenten- oder Auszubildendenwohnheime wollen wir verstärkt fördern.

Ziele:

  • Wohnbaugesellschaft für Gersthofen
  • Mehrgenerationenhäuser fördern
  • Wohnraum für Studenten schaffen

Nachhaltiges Mobilitätskonzept

Mit steigender Bevölkerung und weiterer Ansiedlung von Industrie ist eine höhere Verkehrsbelastung unausweichlich. Es muss ein attraktives Angebot entstehen, um mehr Menschen vom Auto weg, hin zu ÖPNV, Rad und zu Fußverkehr zu bewegen. Das 360 Euro Ticket ist ein erster wichtiger Schritt für einen zukunftsfähigen ÖPNV, allerdings muss hierfür auch das Angebot angepasst werden.

Die Brechung des Busverkehrs an der Augsburger Stadtgrenze ist sicher ein Grund, warum viele Menschen den ÖPNV scheuen. Dies könnte mit einer Verlängerung der Linie 4, oder durch den Einsatz neuartiger, alternativer Verkehrsmittel gelöst werden.

Sicheres Radfahren ist auf Gersthofens Hauptstraßen durch die neue Verkehrsführung fast nicht mehr möglich. Den motorisierten Verkehrsteilnehmern wird an vielen Stellen zu viel Raum, an manchen Stellen hingegen zu wenig Raum gegeben.

Für die Stadtteile wäre ein ausgebautes Busangebot wünschenswert – und sollte um alternative Konzepte wie Anruf-Sammel-Taxis, Anruf-Linien-Taxis, Rufbusse oder Anschluss-Sammel-Taxis ergänzt werden.

Zudem setzen wir uns, um die Brechung am Bahnhof zu vermeiden für eine Anpassung des Buslinienverkehrs an die Fahrpläne der Deutschen Bahn ein, sowie eine Möglichkeit dort über ein Terminal einfach ein Taxi rufen zu können.

Ziele:

  • Sicherer Radverkehr
  • Schlecht angebundene Stadtteile an ÖPNV anbinden
  • Schleichverkehr verhindern
  • Leistungsfähiges Verkehrskonzept in der Innenstadt
  • Leihfahrräder, E-Bike-Ladestationen und Carsharing

Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen

Arbeit muss sich lohnen – diese Forderung ist untrennbar mit fairen Löhnen verbunden. Dabei sollten Kommunen als Vorbild voran gehen. Neben der ohnehin schon fairen und angemessenen Bezahlung der eigenen Arbeitnehmer geht es hier vor allem um die Vergabe öffentlicher Aufträge. Diese sollten nur an Betriebe vergeben werden, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Entgelte zahlen, die nach Tarif vorgesehen sind und dies auch aktiv bei ihren jeweiligen Nachunternehmern einfordern, sowie überprüfen. Diese Überprüfung sollte auch regelmäßig durch die Kommune erfolgen. Unternehmen, die keine Tariflöhne zahlen, sollten von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden. So kann zum einen eine faire Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewährleistet und zum anderen die Schwarzarbeit bekämpft werden.

Ziele:

  • Faire Entlohnung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Eindämmung des Niedriglohnsektors
  • Bekämpfung von Schwarzarbeit

Die Verwaltung zu den Bürgern

Oft dauern Termine in der Verwaltung nur wenige Minuten, weil gut geschulte Mitarbeiter Anliegen schnell bearbeiten. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn die An- und Abfahrt deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die eigentliche Erledigung. Wir wollen eine Möglichkeit schaffen, dass die Verwaltung auch in den westlichen Stadtteilen vertreten ist. Dies kann entweder durch eine „Verwaltung auf Rädern“ oder stundenweise besetzte Außenstellen erfolgen. Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann dadurch die Möglichkeit gegeben werden, Verwaltungsangelegenheiten selbst zu erledigen. Diese Einrichtung könnte auch mit einer Ausweitung der Sozialarbeit erfolgen.

Ziele:

  • Verwaltung auf Rädern oder Außenstellen in Stadtteilen
  • “Offline-Bürger” dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Ausbildung in Gersthofen attraktiver gestalten

Die Stadt Gersthofen bildet in nahezu allen städtischen Betrieben aus. Allerdings führen hohe Ausbildungskosten, gerade im sozialen Bereich oft dazu, dass die Ausbildung nicht angetreten wird. Eine bessere Förderung in diesen Bereichen kann dazu führen, dass eine Ausbildung in Gersthofen einer im Umland vorgezogen wird. Um zusätzlich Interessenten aus dem Umland anzulocken, könnten durch ein Wohnheim für Auszubildende nicht nur die Stadt, sondern auch Gersthofer Betriebe profitieren. Übernahmegarantien nach der Ausbildung in Gersthofer Betrieben sollten selbstverständlich sein.

Ziele:

  • Höhere Ausbildungsvergütung für soziale Berufe
  • Übernahmegarantie nach der Ausbildung
  • Azubi-Wohnheim um junge Leute anzulocken

Mit Deiner Stimme am 15. März für die SPD Liste 5 hilfst Du uns, diese Vorsätze für ganz Gersthofen zu verwirklichen.