Was bedeutet Europa für uns?

Ist Europa nur ein Zusammenschluss von Staaten, die sich in Brüssel Verordnungen und Richtlinien ausdenken und dann auf die Bürgerinnen und Bürger abwälzen? Hierzu ein klares Nein!

Europa begegnet uns vor Ort jeden Tag, bewusst oder unbewusst.
Die EU stellt zum Beispiel im Zeitraum 2014 bis 2020 aus mehreren EU-Strukturprogrammen Fördermittel für Bayern bereit: ca. 495 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), etwa 298 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und ca. 1,52 Milliarden Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Für bayerische Hersteller spezieller landwirtschaftlicher Produkte gibt es Produktsiegel der EU, wie geschützte Ursprungsbezeichnungen oder geschützte geographische Angaben. Bayerns Forscher profitieren vom EU-Forschungsprogramm Horizont 2020, ebenso die bayerischen Studierenden, Auszubildenden und Lehrenden von den ERASMUS+ Bildungsprogrammen.

Und was macht die EU direkt im Landkreis Augsburg? Einen Zuschuss von 850.000 Euro gab die EU zum einen zu drei Projekten im Landkreis Augsburg – Zinn-Diorama, Geschichtspfad sowie Informations- und Präsentationspavillon in Königsbrunn. Damit soll die Bedeutung und die Folgen der Schlacht von 955 n.Chr. auf dem Lechfeld für die Region Augsburg, Deutschland, Ungarn sowie die europäischen Nachbarn erlebbar gemacht werden. Des Weiteren wurde der Bau einer gläsernen Schaukäsere mit 170.000 Euro aus EU-Fördermittel bezuschusst. Und 150.000 Euro EU-Fördermittel flossen in die Erweiterung des Naturfreibades in Fischach sowie etwa 145.000 Euro in den dortigen Mehrgenerationenplatz „Gesund, Fit und Aktiv“.

Europa ist aber noch viel mehr. Europa ist ein Traum, es ist eine Vision, aber es ist vor allen Dingen ein Versprechen und unsere tägliche Aufgabe: Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus. Nie wieder Hass zwischen den Ländern. Wir Sozialdemokraten kämpfen am 26. Mai für viele Stimmen, aber wir kämpfen natürlich auch mit gewaltigem Gegenwind. Doch wir lassen uns diesen Traum, diese Aufgabe und dieses Versprechen nicht wegnehmen! Wir haben unsere klare Position und wir hoffen, dass uns am 26. Mai viele folgen.

(Maria Noichl; Bild: Götz Schleser/Maike Kenn)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.