Opferschutz seit 1997: Verein „Sicheres Leben“

Jedes getötete und misshandelte Kind ist eins zu viel

Der gemeinnützige Verein „SICHERES LEBEN“ tritt seit 1997 für Opferschutz und gegen Kindesmisshandlung sowie Kindesmissbrauch ein. Durch intensive Präventionsarbeit möchte der Verein die Zivilcourage und das gesellschaftliche Unrechtsbewusstsein stärken.

Zusammen mit der Stadt Gersthofen wurden im Jahr 2009 die „Notinseln“ ins Leben gerufen. Geschäfte und öffentliche Gebäudebieten Kindern bei Gefahr ihre Hilfe an, indem sie Ansprechpartner zur Verfügung stellen, die schnell und unkompliziert helfen können.

Die „Nachtwanderer“ sind ein Baustein des Jugendschutzkonzeptes des Landkreises Augsburg. Unter dem Motto„damit Jugendliche gut durch die Nacht kommen“, gehen die Nachtwanderer an Wochenenden in Gruppen von mind. 3 – 4 Personen dorthin, wo sich die Jugend aufhält. Sie engagieren sich damit auf eine einfache aber effektive Art und Weise.

Ein weiteres Projekt des Vereinssind die „Aufenthalte im Sternstundenhaus der Tabaluga-Kinderstiftung in Peißenberg“, die seit dem Jahre 2007 organisiert werden. Die Aufenthalte sollen zur Stabilisierung betroffener Kinder und Jugendlicher beitragen, die unter anderem Opfer von körperlicher, seelischer Gewalt sowie sexuellem Missbrauch geworden sind. Der Vereinbegleitet und betreut Kinderaus dem Raum Gersthofen bzw. der nahen Region, teils auch mit ihren Eltern.Ein Aufenthalt im Sternstundenhaus mitTherapien undErlebnispädagogik ist das kostenintensivste Projekt des Vereins. Bei zwei Aufenthalten im Jahrbelaufen sich die Kostenauf ca.15.000 bis 20.000 Euro.

Es ist erstaunlich, über wie viel Potential, Ressourcen und auch Talente die teils schwer belasteten Kinder verfügen. Das darf dort gelebt werden und auch zuhause besteht die Möglichkeit der entsprechenden Förderung.

Viele weitere Aktivitätenund Forderungen werden von den ehrenamtlichen Helfern initiiert:

• Hilfe, wenn Ämter und Kassenkeine Kosten für notwendige Therapiemaßnahmen übernehmen.
• Unterstützung des Projekts„Faires Ringen und Raufen“
• Informationsveranstaltungen/Podiumsdiskussionen
• Begleitung von Opfern und deren Angehörigen zu Gerichtsprozessen
• Das Opfer muss im Mittelpunkt des Strafverfahrens stehen.
• Videovernehmungen zum Schutz der minderjährigen Opferzeugen müssen bundesweit eingeführt werden.
• Verbesserung und Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für die Opfer.
• Die Weiterzahlung von Kindergeld für vermisste Kinder bis zur Vollendung des 18.Lebensjahres wurde durchgesetzt.
• Wir fordern das konsequente Ausschöpfen der vorhandenen Strafrahmen sowie die Sicherungsverwahrungfür nicht therapierbare Täter.
• Der Verein unterstützt das Projekt„RISKID“(RISiko-Kinder-Informationssystem-Deutschland). Hier vernetzen sichKinder- und Jugendärzte, mit dem Ziel der Aufdeckung des „Doctor-Hoppings“ von Eltern.Seit mehr als 13 Jahren bemühen sich die Initiatoren um Anerkennung und gesetzliche Grundlagen, dass Kinderschutz endlich vor Datenschutz gestellt wird.

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